Cloudbreaker

Und auch direkt wieder eine sehr vielversprechende Band aus Hessen, diesmal “Cloudbreaker” aus Marburg.

Dann mal ein Gude nach Marburg und Umgebung.
Da ihr mit “Confinement is Finite” am 05.01.2019 Premiere gefeiert habt, kennen euch ja wohl leider noch nicht so viele außerhalb der Region, ändert ihr das mal kurz?

Wir sind dran. Gladenbach-Runzhausen 13.07, Siegen 31.08, danach die Welt.

 

Wie mir aufgefallen ist, scheint 2019 ja der Tod in der hessischen Einöde zu erwachen. Neben euch haben ja auch “Corrosive” und “Bloodjob” dieses Jahr bereits die Welt um ein paar CDs reicher gemacht und auch “Spreading Miasma” ist zumindest Live noch aktiv. Habt ihr euch da abgesprochen, oder ist das eher Zufall? Erfreulich ist es so oder so.

Es handelt sich um eine rein zufällige Verschwörung, deren Ziel es ist, die Mittelhessische Idylle mit Blastbeats und Growls wieder zum Leben zu erwecken.

 

Da es euch ja schon seit 2011 gibt, wundert es mich etwas, dass ihr erst 2019 mit einem Album kommt, 2015 gab es zwar ein Demo, aber Demos zähl ich jetzt nicht wirklich.

Das ist wie guter Wein… das brauch halt seine Zeit. Von der Bandgründung bis heute, ist ein weiter Weg. Abgesehen davon, dass das erste livetaugliche Lineup erst 2014 zustande kam, mussten wir uns viel Können und Wissen aneignen um das Material in einer, für unser Maße, würdigen Produktion der Welt zu präsentieren. Der leicht masochistische drang zum DIY hat den Prozess sicherlich nicht verkürzt. Wir haben viel gelernt und die nächsten Produktionen werden bestimmt nicht so lange auf sich warten lassen. Man munkelt sogar, dass dieses Jahr noch ein Paar Singles erscheinen werden.

 

Ist zwar im Grunde jetzt die gleiche Frage die ich “Bloodjob” (hier) gestellt habe, aber natürlich sind mehrere Meinungen immer besser. Wie seht ihr das mit dem Locationsterben bzw. mit den immer weniger werdenden Veranstaltungen und Konzerten? Ich meine, das “AK44” oder “Jokus” in Gießen haben in den letzten Jahren, gerade im Bereich Metal, gerade zu gegeizt, das “Til Dawn” in Marburg ist seit Ende April dicht und das “KFZ” knausert auch ganz gewaltig.

Locationsterben ist leider Realität und man kann das an vielen Orten beobachten. Hoffentlich gibt es da bald eine Wende, sonst müssen wir Konzerte per Youtube-Livestream geben und wir machen das schon ganz gerne lieber ganz klassisch auf der Bühne, vor dem Publikum.

 

Was treibt ihr neben “Cloudbreaker” so, falls ihr es verraten wollt? Job? Nebenprojekte? Julian lassen wir da mal außen vor, seine Tage könnten sicher paar mehr Stunden wie 24 gebrauchen und retten kann er sich vor Anfragen und Nebenprojekten wohl auch nicht 😀

Oh je, mit der Frage kann man ja fast ein eigenständiges Interview füllen. Arbeiten, Studieren, ausgebildet werden, in anderen Bands aktiv sein und kuriose Hobbys haben.

 

Wenn ich mich auf Konzerten so umschaue, ist mir aufgefallen, dass bei eher klassischem Death und Melodic Death Metal, zu dem ich euch jetzt auch mal zähle, doch die Masse der Zuschauer jenseits der 30 sind und bei Brutal Death Metal und Deathcore eher die U20 bis Ende 20er zu finden sind. Ist das nur mein Eindruck?

Ist was dran. Das liegt mit daran, dass klassischer Death und Melodic Death Metal eher in den 80ern und 90ern heiß waren und Brutal Death und Deathcore eher in den 00ern und 10ern groß wurden. Aber, hey, wir sind bis auf unseren Bassisten Niko U30…

 

Der Sound der “Confinement is Finite” erinnert mich extrem stark an die späten 90er und frühen 2000er. Ist das von euch gewollt? Und wenn ich mich nicht ganz arg verhaue, höre ich nicht gerade wenige Einflüsse aus eher Melodic/Symphonic Black Metal aus genau dieser Zeit. Instrumental wie auch bei den Vocals.

Wir haben zwei Entscheidungen getroffen, die mit für diesen Eindruck verantwortlich sind. Wir wollten, dass das Mastering nicht jegliche Dynamik auf dem Altar des Loudness-Wars opfert und wir haben nicht – wie in modernen Produktionen leider üblich – alles zu Tode editiert. Wir sind mit diesen beiden Entscheidungen und dem Resultat sehr zufrieden. Wenn es an die späten 90er oder 2000er erinnert, ist das aber eher ein Nebenprodukt.

Bei dem Sound haben wir einfach nur versucht einen Sound zu finden, der zu uns und dem Material passt. Dabei haben wir uns nicht bewusst an anderen Bands orientiert.

 

Die Scheibe habt ihr ja in Eigenregie veröffentlicht und ihr habt wie ich sehe, sowohl das Recording, Mixing und Mastering in insgesamt 4 verschiedenen Studios machen lassen. Hatte das einen speziellen Grund, oder war es terminlich oder anderen Gründen nicht anders machbar?

Recording, Mixing und Mastering sind drei völlig unterschiedliche Aufgabenbereiche und wir fanden es wichtig, diese auch unterschiedlichen Leuten zu überlassen, die jeweils darauf spezialisiert sind. Hinzu kommt, dass unser Budget limitiert war und wir schauen mussten, wo wir einen guten Preis kriegen für den Qualitätsstandart, den wir haben wollten.

 

Quickies (Antwortet so kurz wie möglich):
Fuß vom Schwein oder Kopf vom Salat?

Schnitzeldance

 

50-Besucher-Kneipengig oder 20000+ Festival?

Geil!

 

Metal/XCore only oder hört ihr privat auch Anderes?

Auch viel anderes, aber Metal  sagt der Nacken.

 

Jack (Destillat aus Gerstenmalz) oder Johnny (Räucherstäbchen aus Hanf)?

Irgendwo zwischen sowohl als auch und weder noch.

 

Live zu spielen ist für uns,
  1. einfach geil und machen wir so oft es geht
  2. notwendiges Übel um nicht vergessen zu werden und Merch zu verkaufen
  3. gehört einfach dazu, macht aber nicht immer Spaß
  4. Stress pur

Essenzieller Teil , also 1.

 

Ich klinke mich hier jetzt aus und Überlasse euch die Bühne, damit ihr loswerden könnt was auch immer ihr los werden wollt, denn ihr habt ja bestimmt auch was zu sagen, was bisher nicht gefragt wurde, sei es von mir oder anderen.

Ach, gut, dass du es fragst: wir machen ja eigentlich keine Cover, aber Vivaldi war einer der Pioniere des Metal-Gitarren-Geschredders. Daher haben wir den „Sturm“ aus den „Vier Jahreszeiten“ gecovert, als eine Hommage an die Anfänge sozusagen. Es könnte sogar sein, dass wir den letztens aufgenommen haben… aber psssht.

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