Bloodjob – Sick Concept Humanity

Was ich hier tun darf, finde ich durchaus beruhigend, ein Review über eine Scheibe einer Band zusammenkritzeln, die gerade mal einen olympiareifen Steinwurf entfernt ihr Unwesen treibt.

“Bloodjob” aus Gießen melden sich nach fast 7 Jahren Pause (ok, Ende 2016 bis Anfang 2017 hat man noch ein paar Gigs zwischengeschoben) mit ihrem ersten richtigen Album aus der Versenkung wieder zurück.

Nach der Gründung 2007, damals noch in der Ecke um Marburg, etlichen Memberwechseln, 2 Demos (“Sculptures of Laceration” 2010 und “Misogynic Absessions” 2012) und einer fast 7 jährigen “fast” Pause, sind die Hessen 2019 mit hoffentlich stabilem Lineup (wenn auch noch ohne festen Drummer, bei Interesse mal an info@bloodjob.de wenden) und der wirklich grandiosen Scheibe “Sick Concept Humanity” wieder auf den Brettern die die Welt bedeuten.

Trotz doch recht ausgedehnten Fahrten mit dem Memberwechselkarusell ist man der grundlegenden Ausrichtung der Band zum schnellen grindcorelastigem Brutal Death Metal doch recht treu geblieben.

Was die Jungs hier in Eigenregie eingebrügelt haben ist ein echt klasse Album, welches sich wirklich vor nichts und niemandem verstecken muss.

Der Sound ist für das Genre wirklich ausgesprochen Gut und wirkt an keiner Stelle breiig oder sonst irgendwie mal eben so auf die Schnelle irgendwo eingespielt und fix durchgemischt.

Fast alle Songs haben eine kurzes Sample als Intro, wie es ja eher im Gore-/PornGrind üblich ist. Danach beginnt aber auch schon ein Kruppstahlgeschützbombardement, das selbst der WWI noch nicht erlebt hat. Dabei bleibt man aber sogar noch im Rahmen des Genres “melodisch” und ist auch technisch nicht gerade eine einfache Nummer. Auch bei dem hier vorgelegtem extremen Tempo, bleiben doch fast alle Passagen der Songs “bangbar”, ohne das es in wahnwitzige epileptische Anfälle ausartet. Ein paar “langsame” Stellen finden sich aber, Satan sei dank, dann doch in den Songs, wenn auch kurz danach die brachiale Gewalt wieder ausbricht.

Die Vocals sind auch hier mal wieder 2 Stimmig, tiefe Growls und höhere, keifende Screams. Eher Old School Brutal Death Metal untypisch, wird auch nicht gerade sparsam mit “briieeeeee”, “weehhee” und schweinigem Quieken umgegangen. Passend sind sie aber auf alle Fälle. Sascha und Markus verstehen da ihr “Mundwerk”.

 

Highlight der Scheibe ist für mich Track 1-11. Ende, Punkt, Aus.

 

Ich hoffe von den Jungs in nächster Zeit noch einiges zu hören.

Wer jetzt Lust bekommen hat, mal zu erleben was hessischer (Old School) Brutal Death Metal so drauf hat, kann sich “Sick Concept Humanity” bei Bandcamp digital für 7€ zulegen, eine physische CD gibt es bisher nur bei den Shows der Band. Geizkragen könnten es sich bei YouTube als Stream anhören, müsst ihr euch aber selbst suchen, die Jungs haben die 7€ mehr als verdient!

 

Ein Interview mit den gestörten Hessen könnt ihr euch hier durchlesen.

 

Wertung (von 5):  

Trackliste:
  1. Sacrificed to Gluttoy
  2. Principle of Self-Extinction
  3. Re-Esteblishment of Lies
  4. Scientific Eradiction
  5. Stench of Society
  6. Human Disembowelment Farm
  7. Contagious Perception
  8. Devil is Us
  9. Cognitive Circus
  10. C.o.P.R.o.t.C.o.a.S.S.a.i.A.P.
  11. Scorched Earth
LineUp:

Sascha – Vocals
Markus – Guitar & backing vocals
Olli – Guitar
Karol – Bass

Session Drums – Julian Dietrich

 

Links zur Band:

   

 

 

 

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