Gohrgone – In Oculis

Bei “Gohrgone” (ja da ist ein H zuviel, aber es gibt/gab schon einige Bands mit dem Namen “Gorgone”, weswegen man wohl Probleme verhindern wollte) handelt es sich nicht nur um ein weibliches halb Mensch, halb Schlange Wesen aus der griechischen Mythologie (Medusa ist die bekannteste Vertreterin ihrer Art) sondern auch um eine französische (Blackened) Death Core/Metal Band. Die sich allerdings genau dieser Thematik bedient.

Mit “In Oculis” ist es bereits das 3te Album das “Gohrgone” seit Gründung 2012 veröffentlichen. Und mit jedem Album wird auch der Sound der Band brachialer, und verschiebt sich vom Deathcore mehr Richtung (Blackened) Death Metal. Am grundlegendem Stil oder der Ausrichtung zur griechischem Mythologie ändert sich allerdings nicht viel. Bei “In Oculis” handelt es sich, meiner Meinung nach, um das bisher vom Sound her brutalste Album der Franzosen. Nicht, weil sie schneller geworden wären, eher nehmen sie von Album zu Album im Großen und Ganzen doch eher etwas Tempo raus. Langsam würde ich sie trotzdem nicht bezeichnen wollen, denn das sind sie nicht, wenn sie doch auch doomige, schleppende Parts einsetzen. Auch tragen die Vocals (sehr tiefe, langsame Growls und selten auch giftiges Keifen) eine große Portion dazu bei, eine extreme Brutalität in den Songs zu erzeugen. Für sich alleine genommen, sind weder die Vocals noch der instrumentale Teil besonders extrem, allerdings jagt die Kombination wohlige Schauer über den Rücken.

Den Sound den die Franzosen auf der aktuellen Scheibe bieten ist heavy, und zermalmt alles was ihm in den Weg kommt.

Persönliches Highlight der Scheibe: Schwer zu sagen, hat doch jeder Song etwas Besonderes und möchte keinen missen wollen. Herausstellen würde ich aber “Opportunity King” also eher schnellen, heavy Nackenbrechersong der (relativ) simplen Art, und den sehr langsamen, schleppenden und fast schon Doom-Song “The Prophecy”, welcher auch durch den Einsatz vom Keyboard  sehr melodisch aber trotzdem sehr brachial daher kommt. “The Prophecy” erinnert mich einwenig an “The Devine Falsehood” von “Job for a Cowboy”.

 

Erschienen ist diese Brachialgewalt am 19.05.2019 bei Bandcamp, digital für 8€, als CD für 10€.

 

Wertung (von 5):  

 

 

Trackliste:
  1. Acrisios Banishes
  2. The chosen One
  3. Insanus Creatura
  4. Weak ones deceived
  5. In Oculis (Instrumental)
  6. The Executioner of Medusa
  7. Deprivation of Self
  8. Opportunity King
  9. The Prophecy
  10. Head on the Aegis
LineUp:

Thomas – Vocals

Johan – Guitar

Eddy – Guitar

Olivier – Bass

Chris – Drums

 

 

Links zur Band:

   

 

 

 

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