Walking Dead on Broadway – Dead Era

Hier hätten wir also das 3te Album der Leipziger Deathcorer. Denkt mal über Deathcore was ihr wollt, aber da gibts auch noch mehr als den (zurecht) gehassten “Teenygeflenne-emo-pseudobrutal”-Mist der uns überwiegend von Weitem über den Atlantik entgegengeschwämmt wird.

2009 gegründet brachte man 2012 die EP “Welcome to Corpse Wonderland”, welche meiner Meinung nach noch stark Ami-Deathcore lastig war.

2014 folgte mit “Ashma” der erste Longplayer und damit wurde ich dann auch auf die Band aufmerksam. Auch hier waren natürlich noch die typischen Einflüsse der 50-Bundesstaaten-Nation nicht zu überhören, allerdings bildete sich hier bereits ein eigener Stil heraus der mich zu überzeugen wusste, Highlight waren für mich “Firstborne Privilege” und ganz besonders “Sleeping Titans”.

2016 kam dann das für mich bisher (schließt “Dead Era” mit ein) beste Album der Band. An brutaler Gewalt, Abwechslung, einer gewohnt extrem guten Produktion wurde hier nicht gespart. Der bis dahin aussergewöhnlichste Song der Band, “Slaves”, ist für mich auch für mich der Beste.

Leider trennten sich der bisherige Sänger Robert und die Band dann Ende 2017. Die Stimme von Robert war besonders bei den tiefgesungenen Parts einfach etremst passend, auf “Slaves” fand ich sogar die Screamparts gut, von denen ich eigentlich nicht so der Fan bin, was daran liegen könnte, dass sie doch recht stark reduziert wurden (könnten “Signs of the Swarm” auch mal machen).

Roberts Nachfolgen Nils, bringt zwar eine wesentlich vielfälltigere Stimme mit, was auf “Dead Era” auch an allen Ecken ausgenutzt wird, allerdings gefällt mir Roberts Stimme im Vergleich besser, besonders in den tiefen Regionen.

Generell bringen die 5 Leipziger auf “Dead Era” wesentlich mehr Abwechslung auf die Scheibe als zuvor. Von ruhigen, melodischen Parts mit Keyboard/Synthie, bis zu den gewohnten Breakdowns und Blastbeats ist allles vorhanden.  Für sich alleine genommen ist “Dead Era” auch ein wirklich geiles Album, allerdings im Vergleich zu “Slaves” konnte es mich nicht ganz so umhauen und die Veränderungen am Stil sind jetzt auch nicht so unbedingt meins, vorallem die Menge an Keyboard- und Orchestereinlagen. Deswegen hab ich mich dazu entschlossen ein Hämmerchen bei der Wertung runter zu gehen.

Zu haben ist das Deathcorewerk aus deutschen Landen bei Bandcamp digital für 10€ oder als Juwelcase und/oder Vinyl in verschiedenen Bundels mit Shirt von 25-50€. Oder ihr kauft es dort, wo ihr wollt.

 

Wertung (von 5): 

 

Trackliste:

1. Dead Era
2. Red Alert
3. Hostage To The Empire
4. Our Labour, Our Idol, Our Pride
5. Punish The Poor
6. Gospel Of The Kingdom
7. Song Of Courage
8. The Fire Never Lies
9. Anti-Partisan
10. Standstill
11. Dead End Utopia
12. Your God Is A Tyrant
13. Benevolent Warfare

 

Links zur Band:

 

 

 

 

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