Rendered Helpless – Suffer, Seraphim

Zur Abwechslung mal nicht aus Deutschland und dem Ruhrgebiet. “Rendered Helpless” ist ein Soloprojekt des Neuseeländers Alexander Paul (Organectomy).

Ursprünglich als reines “Test-” und “Probeprojekt” 2007 gegründet, um seine Instrumenten-, Vocal- und Songwritingskills zu verbessern, wollte er ab 2013 sein dabei entstandenes Material doch nicht ungenutzt lassen.

“Suffer, Seraphim” ist bereits seine 4te Veröffentlichung. Spielte er auf den ersten 2 (vom Sound her eher schlechten) Scheiben, “Of Blood and Guts” (2013) und “Unstoppable Perasite” (2016), noch eher Gore Grind, richtete er sich doch ab der 2017 erschienen “Entities of Transdimensional Emergence” mehr Richtung Brutal Tech Death im Stil von “Katalepsy” und “Analepsy” aus, ohne diese einfach stumpf kopieren zu wollen. Auch vom Sound her wurde es um Welten besser und näherte sich diesen beiden Bands an.

Mit der aktuellen Scheibe geht er diesen Weg auch konsequent weiter und legt gerade vom Sound her noch einige Schippen drauf und muss sich wirklich nicht mehr verstecken. Auch wurde die Atmosphäre um einiges brutaler, was eben auch zuletzt am stark verbesserten Sound liegt.

Instrumental bewegt man sich wie gesagt sehr stark Richtung “Katalepsy” (zur “Autopsychosis” Zeit 2013) und “Analepsy”. An den Drums merkt man, das hier der Computer zum Einsatz kommt, denn die sind zum Teil schon ganz schön abgefahren was Tempowechsel und absichtlich ausgelassene Kicks angeht, nichts unmögliches für einen guten Drummer, aber doch wohl eine echte Herausforderung. Ich hoffe mal, hier wurde bewusst darauf geachtet, dass man evtl. mit viel Glück (für uns) mal eine “richtige” Band mit Liveauftritten aus dem Projekt machen kann.

Auch wurden Synthie- und Choreinlagen eingebunden, welche die Atmosphäre der Songs noch um einiges düsterer und dichter machen. Auch gibt es sehr langsame, atmosphärische Parts.

Generell bewegt sich “Rendered Helpless” aber eher im Mid- bis hohen Mid-Tempo. Break- und Beatdowns gibt es gelegentlich allerdings genauso wie highspeed Basedrum Einlagen.

Gesanglich sind auch starke Ähnlichkeiten zu “Analepsy” (aber mehr zur “Atrocities from Beyond”) zu verzeichnen, was aber durch die zahlreichen Gastvocals der Scheibe stark aufgelockert wird und für Abwechslung sorgt, somit kommen auch Screams und Gekeife in die Sache.

 

Highlight der scheibe ist für mich “Matriarchal Devirgination”, für mich der abwechslungsreichste und atmosphärischste Song, dabei aber brutal und heavy wie Sau.

 

Zuhaben ist die Scheibe seit dem 25.01.2019 über Bandcamp digital für 15$ NZD (um die 9€) oder als CD und Digipack (limitiert) bei Inherited Suffering Records für 10€, bei dem gut sortierten Dealer eures Vertrauens solltet ihr aber auch fündig werden. Als kompletten Stream gibts das ganze auch bei unseren Freunden von Slam WorldWide.

 

 

Wertung (von 5):  

 

Trackliste:
  1. And the End began
  2. Insatiable Domination
  3. Suffering of Seraphim
  4. Matriarchal Devirgination
  5. Consumed by Anguish
  6. Delirium
  7. Malediction
  8. Transhuman Dread
  9. The Emperor of Nothing
Gastvocals:

Jesse Critchley (Carnal)
Joshua Bain (Depths)
Connor Dickson (Mercy)
Vin Jones (Plague of the Fallen)

Isabel Lyckholm

 

 

 

 

Links zur Band:

     

 

 

 

 

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