Sisters of Suffocation – Humans are Broken

 

 

Das Holland nicht nur massig Wohnwagenfahrer, Gras und Käse exportiert, sollte eigentlich jedem, der ein wenig was mit Metal zu tun hat klar sein. (Death) Metal können die auch in fast all seinen Facetten recht gut. Das beweisen die Mädels, und mittlerweile auch der Kerl, von “Sisters of Suffocation” seit 2014 recht gut.

Auch seit 2014 wird schon gestritten, was man von der Band halten soll. Die eine Seite wirft in den Raum “Wenn sie keine Titten hätten, würde sich um die keiner einen Dreck scheren”, die Gegenseite kommt mit “Das sind Mädels, die muss man anders bewerten und sind alleine dadurch schon klasse”. Meiner Meinung nach sind beide Seiten Idioten.

Lassen wir das Thema aber lieber mal liegen, sonst Artet das hier noch aus. Betrachten wir mal lieber ganz alleine was die Holländer (hier sind beide Geschlechter gemeint, diesen Genderwahnsinn tu ich mir nicht an, evtl. mach ich da mal einen Blog-Eintrag für) uns hier um die Ohren knallen, und auch nur das.

Konnte man “Sisters of Suffocation” in ihren Anfängen noch ganz klar in die “Old School Death Metal”-Ecke stellen, sieht/hört man sie auf ihrer aktuellen Scheibe “Humans are Broken” wild durch die “Death Metal”-Landschaft springen und bekommt sie nirgendwo richtig zu fassen.

Screams werden sehr viel mehr wie bei ihrem alten Material eingesetzt, Growls (bei denen auch manch Kerl nicht so tief kommt) sind allerdings nach wie vor in der Überzahl. Neu sind jetzt allerdings CleanVocals, Chor und in “Burn” sogar schon fast HipHop-ähnliche Passagen, diese werden auch bei vielen Songs eingesetzt. Die Scheibe wird eigentlich an keiner Stelle langweilig und überrascht mich mit jedem Song aufs Neue.

Instrumental ist man auch sehr viel abwechslungsreicher als noch zuvor unterwegs. Schelle Blastbeat-Orgien wechseln sich mit eher langsamen, melodischen Parts ab. Generell ist man aber mehr Richtung Melodic/Symphonic Death Metal unterwegs und nimmt auch das Tempo etwas raus, verglichen zu den alten Scheiben.

Persönliches Highlight der Scheibe ist für mich “Wolves”, gerade in der ersten und letzten Minute ist der Song heavy, melodisch und auch fast schon melancholisch, wie man sonst kein anderer auf dem Album. Abgesehen von “Every little Fibre”, dieser ist für meinen Geschmack allerdings schon viel zu langsam und als Ganzes in weiten Strecken nicht ganz so heavy.

Wer sich das am 01.03.2019 über Napalm Records erschienene Käserad jetzt mal zu Gemute ziehen will, kann dies entweder digital bei Bandcamp für 9,99$ USD oder als Frisbee vom Dealer seiner Vertrauens tun.

Entweder ihr mögt es, oder nicht, reinhören sollte man aber (vorurteilsfrei) auf alle Fälle mal.

 

 

 

 

Wertung (von 5):   (auch ganz ohne Titten-Bonus)

 

Trackliste:
  1. Humans are Broken
  2. Wolves
  3. War in my Head
  4. What we create
  5. Liar
  6. Little Shits
  7. The next big Thing
  8. Blood on Blood
  9. The Objective
  10. Burn
  11. Every little Fibre
  12. For i have sinned
  13. The Machine
LineUp:

Vocals – Els Prins
Guitar – Simone van Straten
Guitar – Emmelie Herwegh
Bass – Puck Wildschut
Drums – Kevin van den Heiligenberg

 

 

 

Links zur Band:

 

 

 

 

 

 

 

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