Architect of Dissonance

Nach fast 2 Jahren absoluter Funkstille melden sich “Architect of Dissonance” wieder zurück an der Front. Diese Gelegenheit hab ich mir nicht entgehen lassen und bin den Jungs mit ein paar Fragen auf die Nerven gegangen.

 

Servus, schön, dass ihr wieder komplett und auch aktiv seid. Stellt ihr euch mal kurz selbst vor?

???: AoD bestehen aus Nico (von Slamister) an den Vocals, Michi am Bass, Joshua am Schlagzeug und Jan an der Gitarre mit dem du auch dieses Interview führst.

 

Von 2011 bis etwa Ende 2017 wart ihr ja recht aktiv, wie kam es zu den fast 2 Jahren Funkstille?

Jan: Wie das Leben halt so spielt haben uns Pflichten des kack Erwachsenenlebens eingeholt, verbunden mit einigen Umzügen. Unser Gitarrist zum Beispiel musste in den letzten zwei Jahren aus beruflichen und privaten Gründen ca. 11 mal umziehen, da bleibt für so ein zeit intensives Hobby wie eine Band leider wenig Zeit. Unser ehemaliger Sänger ist Ende 2017 auch für ein Jahr nach Südamerika gegangen und unser Drummer wurde am Knie operiert und der Genesungsprozess hat sich lange hingezogen, das hat alles mit reingespielt.

 

Ich muss ja gestehen, dass ich erst vor knapp einem halben Jahr eher per Zufall auf Bandcamp auf euch gestoßen bin. Die “Realm of the Deviant Throne” hat mich aber direkt vom Hocker gehauen. Der Sound ist einfach brachial brutal. Erinnert mich extrem an die “Dehumanization by Supremacy” von “Analepsy”, wenn ihr auch nicht ganz so flott seid, welche ja auch (später) 2015 veröffentlicht wurde. Der Sound auf eurer EP “Vile Mechanical Origin of Human Virulency” von 2016 ist, sorry meine Meinung, da bei weitem nicht so druckvoll, aber immer noch top. War das beabsichtigt, oder hattet ihr da weniger Einfluss drauf?

Jan: Vielen Dank für das Kompliment! Das war so beabsichtigt, bei der EP wollten wir einen etwas roheren Sound, der näher an dem ist, was wir live fabrizieren.

 

Ich hoffe mal, dass jetzt, wo ihr wieder vollständig seid, eine neue Scheibe und Auftritte geplant sind, ich hoffe auch Merch. Könnt und wollt ihr da was zu verraten?

Jan: Klar, gerne! Wir arbeiten aktuell an neuen Songs, da wir aber jobbedingt nicht mehr so oft zum Proben kommen, wird das noch etwas dauern. Zu geplanten Auftritten darf ich leider noch nichts sagen, aber auch an der Livefront werden wir definitiv wieder aktiver. Neues Merch haben wir schon drucken lassen, da gibt es aktuell Logoshirts, und Longsleeves sind aktuell auch in Planung.

 

Habt ihr noch Nebenprojekte (bei Nico ist es klar, er ist noch bei “Slamister”), oder konzentriert ihr euch voll auf “Architect of Dissonance”? Bands vor “Architect of Dissonance”?

Jan: Aktuell ist da nichts spruchreifes in Planung, was andere Projekte angeht, wie gesagt wir sind alle arbeitstechnisch ziemlich eingebunden, da bleibt wenig Zeit für andere Projekte. AoD an sich ging aus einer früheren Band hervor, die unser damaliger Drummer und unser Sänger verlassen hatten. Jan und Michi machen schon seit ungefähr 11 Jahren Musik zusammen, Joshi kam etwas später dazu und dann hatten wir noch einige Wechsel an den Vocals. Mit Nico haben wir aber jetzt endlich die optimale Besetzung gefunden. Jemand der sich einbringt, ein Tier auf der Bühne ist und unseren beschissenen Humor teilt.

 

Welche Bands haben/hatten auf euch privat und auch eure Band den größten Einfluss?

Jan: Das ist schwierig, da wir alle relativ viel verschiedenen Kram hören, aber als wir angefangen haben waren das definitiv Ingested, Acranius und Dying Fetus.

 

Wie schaut’s bei euch südlich des Weißwurstequators (Main), im allgemeinen in der Scene aus? Sterben euch auch reihenweise die Locations weg wie in Hessen – Rheinland-Pfalz?

Jan: Wir waren ja leider relativ lange weg vom Fenster und auch nicht in der Szene aktiv, aber soweit ich weiß gibt es die ganzen Juzes noch, die wir „damals“ beackert haben. Was mir jedoch in der Zeit als wir weg waren aufgefallen ist ist, dass bei Shows von lokalen Bands leider trotz niedrigem Eintrittspreis die Leute wegbleiben und lieber zu teureren Touren von internationalen Acts gehen, was ich etwas schade finde.

 

Würdet ihr euch selbst mehr in die (Brutal Death) Metal- oder eher Deathcore-/Metalcore-Ecke stellen? Und wie seht ihr die manchmal schon fast religiösen Streitereien zwischen den Lagern? Oder ist es euch (wie mir) eher egal, solange es knallt?

Jan: Natürlich bezeichnen wir uns selbst als Death Metal, da alles mit der Core-Endung wie ein Schimpfwort behandelt wird. Als Konsument ist mir das aber relativ egal, da bevorzuge ich aber, wenn es um Deathcore geht ganz klar die mittleren 2000er Jahre, sprich die zweite Suicide Silence Scheibe, oder den alte Whitechapel Kram. Im Death Metal haben mich die neuen Jungle Rot und Cannibal Corpse Scheiben ziemlich gepackt.

 

Quickies

Fuß vom Schwein oder Kopf vom Salat?

Jan: Für unseren Sänger und den Gitarristen der Salat, für Drummer und Basser Schwein

50-Besucher-Kneipengig oder 20000+ Festival?

Jan: Beides

Metal only oder hört ihr privat auch Anderes (Blasphemy!!!)?

Jan: Viel anderes, sogar böse böse untrve Rap Musik!

Jack (Destillat aus Gerstenmalz) oder Johnny (Räucherstäbchen aus Hanf)?

Jan: Jimmy

Live zu spielen ist für uns,
  1. einfach geil und machen wir so oft es geht
  2. notwendiges Übel um nicht vergessen zu werden und Merch zu verkaufen
  3. gehört einfach dazu, macht aber nicht immer Spaß
  4. Stress pur

Jan: 111111111111

 

Ich klinke mich hier jetzt aus und Überlasse euch die Bühne, damit ihr loswerden könnt was auch immer ihr los werden wollt, denn ihr habt ja bestimmt auch was zu sagen, was bisher nicht gefragt wurde, sei es von mir oder anderen.

Jan: Esst mehr Gemüse und bekommt genügend Schlaf!

 

 

 

 

 

 

 

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